Artikel

Bangkok 1997 - Bangkok 2026: Die Bilanz des Kredits als Zwangsmittel | Von Dirk Ellerbrock

Bangkok 1997 - Bangkok 2026: Die Bilanz des Kredits als Zwangsmittel | Von Dirk Ellerbrock

Ein Meinungsbeitrag von Dirk Ellerbrock.

1. Bangkok, zweimal

Seit dem 12. Oktober tagen in Bangkok die Jahrestagungen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Mehr als fünfzehntausend Teilnehmer aus 191 Ländern sind angereist, Notenbankchefs, Finanzminister, Geschäftsleute, und die Thailänder haben ihre Büros teilweise ins Homeoffice geschickt, damit der Verkehr nicht zusammenbricht. Offiziell geht es um „die Weltwirtschaft”.

Die Wahl des Ortes hat eine Ironie, die man leicht übersieht. Am 2. Juli 1997 gab die thailändische Regierung die Bindung ihrer Währung, des Baht, an den Dollar auf. Das war der Anfang der Asienkrise, die binnen Monaten Indonesien und Südkorea erfasste und Länder, die als Musterschüler der Weltwirtschaft galten, an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Wer an den Internationalen Währungsfonds, kurz IWF, und die Weltbank denkt, denkt an Institutionen, die 1944 in Bretton Woods geschaffen wurden, um die Nachkriegsordnung zu stabilisieren. Ihre Geschichte lässt sich aber auch anders erzählen, nämlich als Geschichte eines Zwangsmittels, das nicht mit Waffen, sondern mit Krediten arbeitet.

Dieser Text fragt, was man aus dieser Geschichte lernen kann, wenn man die Konflikte der Gegenwart gewichten will. Er nimmt dafür ein Maß, das aus der Bilanz selbst stammt: Wer Kredit braucht, wird gezwungen. Wer ausweichen kann, entzieht sich. Und die Fähigkeit auszuweichen ist unter den Staaten sehr ungleich verteilt.

2. Was der Zwang durch Kredit bewirkte

Das Kernstück dieses Zwangs heißt im Fachjargon Konditionalität. Der IWF verleiht Geld nur gegen Bedingungen: Das Land muss seinen Haushalt kürzen, Subventionen abbauen, Märkte öffnen, Staatsbetriebe verkaufen. Was als Hilfe in der Not erscheint, schreibt zugleich vor, welche Wirtschaftspolitik als vernünftig gilt, und zwar aus der Sicht der Gläubiger.

Lateinamerika. Die Schuldenkrise Lateinamerikas begann nicht beim IWF, aber sie wurde dort verwaltet, und zwar so, dass die Kosten ungleich verteilt wurden. Nach den beiden Ölpreisschocks der siebziger Jahre lagen bei den großen US-Banken die Überschüsse der Ölexporteure. Die Banken verliehen sie, von ihrer Regierung ermuntert, an Länder der Region, die durch teurere Ölimporte in Defizite geraten waren. Die Auslandsschulden stiegen von 29 Milliarden Dollar im Jahr 1970 auf 327 Milliarden im Jahr 1982. Dann stiegen im Kampf gegen die Inflation weltweit die Zinsen, 1981 begann eine Rezession, und die Banken verkürzten die Laufzeiten und verteuerten die Kredite. Im August 1982 erklärte Mexiko, seine rund 80 Milliarden Dollar nicht mehr bedienen zu können.

Was folgte, wurde von den USA angeführt. Die Banken restrukturierten ihre Kredite, der IWF und andere öffentliche Geber stellten gerade so viel Geld bereit, dass die Schuldner die Zinsen weiterzahlen konnten, nicht aber so viel, dass sie Schulden hätten tilgen können. Die Gegenleistung hieß Strukturanpassung: Abbau der Haushaltsdefizite und marktwirtschaftliche Reformen. In vielen Ländern bedeutete das Kürzungen bei Infrastruktur, Gesundheit und Bildung, eingefrorene Löhne und Entlassungen im Staatsdienst. Die Anpassung trugen also die Bevölkerungen der Schuldnerländer, und gesichert wurde der Zinsdienst an die Banken.

Auch die Banken selbst wurden geschont. Die Aufsichtsbehörden erlaubten ihnen, die Verluste aus diesen Krediten nur nach und nach auszuweisen. Erst 1987 legte die Citibank 3,3 Milliarden Dollar zurück, mehr als dreißig Prozent ihrer Forderungen an Entwicklungsländer, und andere Banken folgten. (Solche Rückstellungen sind Beträge, die ein Institut für erwartete Kreditausfälle beiseitelegt.) Erst danach, 1989, schlug US-Finanzminister Nicholas Brady einen dauerhaften Schuldenerlass vor. Bis 1994 erließen private Gläubiger 61 Milliarden Dollar, etwa ein Drittel der ausstehenden Schulden. Man kann diese Abfolge als späte Einsicht lesen, dass die Umschuldungen nichts gelöst hatten. Ich halte eine zweite Lesart für tragfähiger, weil sie die Reihenfolge erklärt: Der Erlass kam, als die Banken ihn verkraften konnten. Die Programme haben die Krise nicht verursacht. Sie haben bestimmt, wer ihre Kosten trug. In der Region steht dafür der Name „verlorenes Jahrzehnt”: hohe Arbeitslosigkeit, stark sinkende Einkommen pro Kopf, Stagnation.

Asien. Die Asienkrise von 1997/98 ist der Fall, über den der Fonds selbst am gründlichsten Rechenschaft abgelegt hat. Gerade deshalb lohnt es sich, genau zu lesen, was er einräumte und was nicht. Indonesien bat im Oktober 1997 um Hilfe und erhielt ein Paket von 43 Milliarden Dollar. Der Fonds verlangte dafür die Schließung von sechzehn Privatbanken, den schrittweisen Abbau der Nahrungs- und Energiesubventionen und höhere Zinsen. Einige der Banken gehörten Vertrauten des Präsidenten Suharto, die Maßnahme hatte also auch einen innenpolitischen Sinn. Sie wurde im November ohne eine umfassende, öffentlich erklärte Strategie umgesetzt, und die Folge war ein Ansturm der Kunden auf andere Banken.

Die unabhängige Evaluierungsstelle des Fonds kam 2003 zu einem Urteil, das weder entlastet noch verurteilt. Die Programme für Indonesien, Korea und Brasilien hätten ihre ursprünglichen Ziele verfehlt, die Prognosen seien zu optimistisch gewesen. Die zahlreichen Auflagen zu Strukturreformen, die für die Stabilisierung gar nicht nötig waren, hätten die Aufmerksamkeit von der Reform der Banken abgelenkt, und niemand habe der Öffentlichkeit erklärt, was geschah. Zugleich stellten die Gutachter fest, dass die Haushaltsstraffung den Einbruch der Wirtschaftsleistung in Indonesien und Korea nicht verursacht habe. Ursache seien sogenannte Bilanzeffekte gewesen: Wenn eine Währung abwertet, steigen Schulden in Fremdwährung gemessen an den Einnahmen in heimischer Währung, und Unternehmen und Banken werden zahlungsunfähig. Auch sei die Schwere der Krise in Indonesien nicht allein dem Fonds zuzuschreiben, sondern auch außergewöhnlichen politischen Umständen.

Die Länder kamen unterschiedlich heraus. Südkorea erholte sich 1999 kräftig und zahlte seine Kredite 2001 vollständig zurück, Thailand folgte am 31. Juli 2003. Bis März 2004 waren sie unter den fünf großen Schuldnern jener Jahre (Korea, Thailand, Indonesien, Brasilien, Argentinien) die einzigen, die den Fonds vorzeitig und ganz ausgezahlt hatten. Ich lese das als Entscheidung, sich der Abhängigkeit rasch zu entledigen. Das ist eine Deutung. Belegt ist nur das Verhalten.

Argentinien. Argentinien zeigt, dass die Befreiung aus diesem Kreditverhältnis nicht von Dauer sein muss. Im Dezember 2001 erklärte das Land den Zahlungsausfall über mehr als 80 Milliarden Dollar, damals den größten der Geschichte. Die Schulden beim Fonds waren davon ausgenommen. Wie viel Gewicht der Fonds als Gläubiger hat, zeigt eine Episode von 2003: Als Argentinien eine fällige Rate von 2,1 Milliarden Sonderziehungsrechten (der Rechnungseinheit des Fonds) nicht zahlte, holte es sie nach, nachdem ihm zugesichert worden war, dass ein neues Programm empfohlen würde. Ende 2005 kündigte Präsident Néstor Kirchner an, den Fonds am 2. Januar 2006 „ein für alle Mal” mit 9,81 Milliarden Dollar auszuzahlen. Zwölf Jahre später, im Juni 2018, genehmigte der Fonds das größte Programm seiner Geschichte, rund 50 Milliarden Dollar, das weithin als gescheitert gilt. Im März 2022 wurde es durch ein weiteres über etwa 44 Milliarden Dollar ersetzt. Die Rückzahlung brachte also Spielraum, aber keine dauerhafte Unabhängigkeit, und das Land kehrte in größerem Umfang zurück als je zuvor. Das gehört in eine Bilanz, die das Ausweichen nicht romantisieren darf.

Griechenland. Auch in Europa, im Kernraum der Gläubigerstaaten, ging es nach diesem Muster. 2010 erhielt Griechenland vom Fonds, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (der sogenannten Troika) das gemessen an seiner Wirtschaftskraft größte Darlehen in der Geschichte des Fonds. Die Rückschau, die der Fonds 2013 veröffentlichte, räumt ein, dass die zentralen Ziele, das Vertrauen zurückzugewinnen und das Wachstum wiederherzustellen, nicht erreicht wurden. Die Annahmen, auch über das Wachstum, seien zu optimistisch gewesen, die Umschuldung sei unangemessen verzögert worden, die politische Seite der Anpassung sei zu wenig beachtet worden. Im selben Jahr zeigten die beim Fonds beschäftigten Ökonomen Olivier Blanchard und Daniel Leigh, dass in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stärkere geplante Haushaltskürzungen mit schwächerem Wachstum einhergingen, als vorhergesagt. Der Multiplikator, also die Größe, die angibt, um wie viel die Wirtschaftsleistung sinkt, wenn der Staat einen Euro weniger ausgibt, war höher, als die Prognosen unterstellten.

Wem die Verzögerung nützte, sagen die offiziellen Dokumente weniger deutlich als die Presse. Nach einem Bericht über die Evaluierung war ein Schuldenschnitt für die Länder, deren Banken griechische Anleihen hielten, politisch schwierig, und in den knapp zwei Jahren bis zum Schnitt von 2012 wanderte die Schuldenlast von den privaten Banken zu den Regierungen der EU und zum Fonds. [prüfen: Primärquelle] Das ist dasselbe Muster wie in Lateinamerika: Erst werden die Gläubiger geschützt, dann kommt der Erlass.

Die Selbstprüfung kam in Asien nach gut fünf Jahren, in Griechenland nach drei. Warum kommt die Korrektur immer erst nach dem Schaden, und was ändert sie an dem Gefüge, das ihn möglich machte?

3. Was die Struktur verhindert

Die Selbstprüfung kam in Asien nach gut fünf Jahren, in Griechenland nach drei. Warum kommt die Korrektur immer erst nach dem Schaden, und was ändert sie an dem Gefüge, das ihn möglich machte?

Die Antwort liegt weniger in einzelnen Fehlern als in der Bauweise des Fonds. Beschlüsse von Gewicht brauchen dort eine Mehrheit von 85 Prozent der Stimmen. Die Vereinigten Staaten halten mehr als 15 Prozent und können solche Beschlüsse deshalb allein verhindern. Die Reform von 2010 sollte etwa sechs Prozent der Quoten (das sind die Einlagen, nach denen sich Stimmrecht und Kreditrahmen der Mitglieder bemessen) auf aufstrebende Länder verlagern. Chinas Anteil sollte von 4,00 auf 6,39 Prozent steigen. Das amerikanische Veto blieb dabei unberührt, denn der US-Quotenanteil sollte nur von 17,69 auf 17,40 Prozent sinken. Zudem musste der amerikanische Kongress zustimmen, und das war im März 2015 noch nicht geschehen.

Hinzu kommt die Logik des Gläubigers. Wer Kredit gibt, bestimmt, was als solide Wirtschaftspolitik gilt. In Lateinamerika sicherte das den Zinsdienst an die Banken, in Griechenland verzögerte es den Schuldenschnitt. Der Fonds selbst hat die Mängel benannt: zu optimistische Annahmen, zu viele Auflagen, mangelhafte Erklärung nach außen. 2013 stellten seine Direktoren fest, dass das Programm für Griechenland zu optimistisch angelegt war, und sie sahen Spielraum, die Kreditpolitik für Währungsunionen besser zuzuschneiden und die Risiken im Euroraum fairer zu teilen.

Er hat sich also bewegt. Aber das ändert den Ton, nicht die Verteilung der Entscheidungsmacht. Mein Schluss aus dem Aufbau: Eine Institution, die sich nur so weit korrigieren kann, wie ihr stärkster Anteilseigner es zulässt, korrigiert sich spät.

4. Wie Staaten ausgewichen sind

Die erste Antwort der Betroffenen war eine einzelstaatliche: nie wieder angewiesen sein. Südkorea und Thailand zahlten früh zurück. Die erste gemeinsame Antwort kam im Mai 2000 in Chiang Mai, im Norden Thailands. Die Finanzminister des Verbands südostasiatischer Staaten sowie Chinas, Japans und Südkoreas verabredeten ein Netz bilateraler Währungstauschabkommen. Dabei leihen sich Zentralbanken gegenseitig Währung, um Spekulationen abzuwehren, ohne zum Fonds gehen zu müssen. Seit 2010 gibt es einen gemeinsamen Fonds, zunächst mit 120, seit 2012 mit 240 Milliarden Dollar.

Man sollte aber genau hinsehen, was daraus wurde. Eine Inanspruchnahme dieses Fonds ist meines Wissens nicht dokumentiert, und in der Krise von 2008 wandte sich Südkorea an die amerikanische Notenbank, Indonesien an China und Japan. Ähnlich steht es um den Reservefonds der BRICS-Staaten, der 2014 im brasilianischen Fortaleza unterzeichnet wurde, 100 Milliarden Dollar umfasst und 2015 in Kraft trat. Ob er je gezogen wurde, konnte ich nicht klären. Beide Einrichtungen sind Absicherungen, deren Ernstfall offenbar noch nicht eingetreten ist oder zumindest nicht öffentlich wurde. Wie viel über sie tatsächlich läuft, ist die entscheidende Frage, und solange sie unbeantwortet ist, bleiben es Absichtserklärungen.

Den stärksten Anstoß gab nicht der Fonds, sondern 2022 das Einfrieren der russischen Zentralbankreserven: rund 300 Milliarden Dollar, etwa die Hälfte der insgesamt 612 Milliarden. Der größte Teil lag in Euro (etwa 207 Milliarden), dann in Dollar (etwa 67 Milliarden). Das Gold lag im Inland und die Yuan-Anlagen in China, beides blieb unberührt. Die Lehre, die andere Staaten daraus ziehen könnten, ist, dass Reserven im Westen Vermögen sind, das der Westen sperren kann. Das ist meine Deutung der Wirkung, kein Befund über das Verhalten anderer Notenbanken.

5. Wer ausweichen kann und wer nicht

Vier Fragen bestimmen, ob ein Staat dem Zwang ausweichen kann. Hat er etwas, das andere brauchen? Steht eine Großmacht hinter ihm, die Märkte und Zahlungswege öffnet? Wie stark ist er auf westliche Finanzierung angewiesen? Und laufen seine Ausweichwege über Land oder über See, und wer kontrolliert die Engpässe? Die vierte Frage kann ich ohne Daten nicht beantworten. Die ersten drei lassen sich einschätzen, wobei die Einstufungen meine sind und keine Messung.

Russland hat Rohstoffe, einen großen Partner und eine geringe Abhängigkeit vom Westen. Der Westen hat dennoch das schärfste Mittel eingesetzt, das er hatte, nämlich das Einfrieren der Reserven. Ähnlich liegt es nach meiner Einschätzung beim Iran, dessen Banken im März 2012 nach einem Beschluss der EU vom internationalen Nachrichtennetz SWIFT getrennt wurden, über das Banken weltweit ihre Zahlungsaufträge austauschen.

Pakistan ist ein Schwellenfall. Das Land hat in 75 Jahren 23 Hilfsprogramme des Fonds in Anspruch genommen (Stand Januar 2024), und 2024 kam ein weiteres über rund sieben Milliarden Dollar hinzu. Es hat Partner, aber keine Rohstoffe, die Spielraum erzwingen würden.

Die Ukraine ist das Gegenstück. Im Februar 2026 genehmigte der Fonds ihr ein neues Programm über 8,1 Milliarden Dollar auf 48 Monate, das das von 2023 ersetzt. Die Finanzierungslücke dieser vier Jahre beträgt aber 136,5 Milliarden Dollar, davon allein im Jahr 2026 rund 52 Milliarden. Gedeckt werden soll sie durch die EU, die G7 (die Gruppe der sieben führenden Industrienationen) und bilaterale Hilfe. Das Geld des Fonds macht damit nur etwa sechs Prozent der Lücke aus. Das Programm soll neu angepasst werden, falls die Friedensverhandlungen gelingen, und seine Risiken nennt der Fonds „außergewöhnlich hoch”. Hier muss das Zwangsmittel nicht eingesetzt werden, weil die Abhängigkeit vollständig ist.

6. Gewichtung

Meine These lautet: Der Druck ist dort am schärfsten, wo das Ausweichen am weitesten fortgeschritten und am besten abgesichert ist, weil dort für das System am meisten auf dem Spiel steht. Daraus folgt eine Rangfolge der Konflikte nach ihrer Bedeutung für den Ordnungsrahmen und nicht nach ihrer Lautstärke. Russland steht an der Spitze, weil dort Rohstoffe, Partner und Unabhängigkeit zusammentreffen und das Einfrieren der Reserven das schärfste Mittel war. Es folgt der Iran, bei dem diese Bedingungen ähnlich liegen. Pakistan ist der Prüfstein dafür, ob ein abhängiges Land sich bewegt. Die Ukraine bildet das Gegenstück, weil sie das Zwangsmittel nicht braucht.

Drei Einschränkungen gehören dazu. Erstens beruht die Rangfolge auf Annahmen über Mengen und Verwundbarkeit, die ich nicht belegen konnte. Zweitens kostet das Ausweichen etwas und hält nicht von selbst. Argentinien, das sich 2006 vom Fonds befreit hatte, kehrte 2018 in größerem Umfang zurück. Drittens haben diese Konflikte auch andere Gründe, Sicherheit, Territorium, Bündnisse. Die These beansprucht ein Gewicht, kein Monopol.

Die Bilanz legt keinen Zusammenbruch nahe, sondern eine Verschiebung von Spielräumen. Der Zwang ist teurer geworden und nicht beendet. 1997 ließ Thailand in Bangkok den Baht fallen, bat den Fonds um Hilfe und beugte sich seinen Bedingungen. 2026 tagt der Fonds in Bangkok, und die Frage lautet, wer noch zu ihm gehen muss und wer nicht mehr.

+++

Bildquelle: Krittin_Saeteaw / shutterstock

+++

Quellen

Teil 1/2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

+++

Dirk Ellerbrock, Jg. 1946, Dipl.-Sozialwissenschaftler, studierte Wirtschafts-, Politikwissenschaften und Sozialpsychologie, arbeitete viele Jahre in der Finanzwirtschaft, Unternehmensberatung und als Management-Coach.

Mitte der 1990er wandte er sich spirituellen Traditionen zu – Advaita-Vedanta, Zen, Taoismus, Tantra und christliche Mystik –, vertieft durch Stephen Wolinskys „Quantenpsychologie" und die Seminare Ramesh Balsekars in Bombay. Er leitete Meditationsgruppen und veröffentlichte 2010 unter dem Pseudonym Manaschu sein erstes Buch, „Das Geheimnis ewigen Glücks – Texte zur Menschwerdung" (ISBN 978-3-8391-4517-3). 2026 entstand sein noch unveröffentlichtes zweites Buch, „Die Schlange der Moral – Gift und Gegengift", das moralisches Urteilen als strukturelle Gewaltform durchleuchtet.

Heute schreibt er regelmäßig politische und gesellschaftliche Kommentare, u. a. für apolut und auf seinem Substack: https://substack.com/@dirkellerbrock


+++
Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer "digitalen finanziellen Selbstverteidigung" unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit der:

Spenden-Kryptowährung „Nackte Mark“: https://apolut.net/unterstuetzen/#nacktemark

oder mit

Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoin

Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/

+++
Bitte empfehlen Sie uns weiter und teilen Sie gerne unsere Inhalte in den Sozialen Medien. Sie haben hiermit unser Einverständnis, unsere Beiträge in Ihren eigenen Kanälen auf Social-Media- und Video-Plattformen zu teilen bzw. hochzuladen und zu veröffentlichen.

+++
Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/

+++
Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut

Dirk Ellerbrock Internationaler Währungsfonds IMF IWF Weltbank Thailand Subventionen Schuldenkrise Lateinamerika


Artikel vorlesen MP3 Download
0:00
0:00