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Die Ukraine im Überlebensmodus | Von Thomas Röper

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In Kiew und anderen Städten der Ukraine sind Abschaltungen von Strom, Wasser und Heizung inzwischen an der Tagesordnung, weshalb der Kiewer Bürgermeister erklärte, die Stadt sei im „Überlebensmodus“, und die Menschen aufforderte, Kiew im Winter zu verlassen.

Ein Kommentar von Thomas Röper.

Schon letzte Woche zeichnete sich ab, dass die Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung in der Ukraine immer dramatischer wird. Stromausfälle gehören dort zwar schon länger zur Normalität, aber letzte Woche standen in Kiew sogar Straßenbahnen und U-Bahnen still, was das Verkehrschaos wegen der Sperrungen der Brücken in Kiew aufgrund russischem Beschusses noch verstärkte.

Gerade wollte ich die drastischen Meldungen aus der Ukraine in einem eigenen Artikel zusammenfassen, da hat mir die TASS diese Arbeit abgenommen und eine solche Zusammenfassung veröffentlicht. Daher übersetze ich der Einfachheit halber die Meldung der TASS.

Beginn der Übersetzung:

Klitschko in die Rada vorgeladen und „Überlebensmodus“: Die Lage in Kiew

Europäische Medien berichten, dass die Differenzen zwischen dem Kiewer Bürgermeister und Wladimir Selensky aufgrund der mangelnden Vorbereitung auf den bevorstehenden Winter wachsen.

Abgeordnete der Werchowna Rada haben den Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko zu einer Sitzung vorgeladen, um – nach mehreren Stromausfällen in der Stadt in der vergangenen Woche – einen Bericht über die Vorbereitung der Infrastruktur auf die Wintersaison zu verlangen, teilte die ukrainische Parlamentsabgeordnete Mariana Besuglaja mit.

Zuvor hatte der Kiewer Bürgermeister erklärt, die ukrainische Hauptstadt sei in den „Überlebensmodus“ übergegangen, und geraten, die Stadt für die Winterzeit zu verlassen.

Die TASS hat das Wichtigste zur Lage zusammengefasst.

Vorladung Klitschkos in die Rada

  • Abgeordnete der Werchowna Rada haben den Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko zu einer Sitzung vorgeladen, um – nach mehreren Stromausfällen in der Stadt in der vergangenen Woche – einen Bericht über die Vorbereitung der Infrastruktur auf die Wintersaison zu verlangen, teilte die ukrainische Parlamentsabgeordnete Mariana Besuglaja mit.

Differenzen zwischen Selensky und Klitschko

  • Zwischen Wladimir Selensky und dem Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko wachsen angesichts der mangelnden Vorbereitung der Ukraine auf den bevorstehenden harten Winter die Differenzen, berichten einige europäische Medien.
  • Die französische Zeitung Le Monde wies darauf hin, dass Selensky und Klitschko einander am 13. Oktober über die Frage der Vorbereitung der Hauptstadt auf den Winter öffentlich kritisiert haben.
  • Selensky kritisierte die Verzögerungen Kiews bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen für die Energieinfrastruktur.
  • Klitschko wiederum bezeichnete die Angriffe als unbegründet und warf Selensky vor, die kommunale Selbstverwaltung beschneiden, und ihn selbst aus dem Amt des Bürgermeisters drängen zu wollen.
  • Die Berliner Zeitung erinnerte auch an die seit 2019 schwelenden Streitigkeiten zwischen Selensky und Klitschko über die Kontrolle der ukrainischen Hauptstadt.
  • Am 9. Oktober erklärte der Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko in einem Interview mit der Bild-Zeitung, dass Korruptionsfälle im Umfeld von Wladimir Selensky das Vertrauen der westlichen Partner in die Ukraine untergrüben.
  • Er fügte auch hinzu, dass er ihn seit Beginn des Konflikts „noch kein einziges Mal“ gesehen habe.
  • Selensky seinerseits beklagte eine „nahezu vollständige Unterlassung der notwendigen Schritte durch die Stadtverwaltung“, um Kiew auf Probleme in der Energieversorgung vorzubereiten.
  • Klitschko bezeichnete Selenskys Aussage daraufhin als unbegründet und warf ihm vor, die Arbeit der Stadtverwaltung gezielt zu behindern.
  • Er wies darauf hin, dass der Kiewer Bürgermeister keine Weisungsbefugnis gegenüber den Leitern der Bezirksverwaltungen habe, da diese von Selenskys Büro ernannt würden.
  • Seinen Worten zufolge sei in Kiew ein System geschaffen worden, das nicht den Kriterien städtischer Selbstverwaltung entspreche, um so dem Bürgermeister der Hauptstadt die Schuld für etwaige Mängel zuschieben zu können.

Kiews Vorbereitungen auf den Winter

  • Kiew und die zentrale Wärmeversorgung seien auf die Heizperiode vorbereitet, erklärte Klitschko gegenüber dem Portal Hromadske.
  • Zuvor hatte Klitschko angemerkt, dass die ukrainische Hauptstadt in den Überlebensmodus gewechselt sei, und geraten, die Stadt für die Winterzeit zu verlassen.
  • Die Lage bei der Stromversorgung Kiews sei kritisch, erklärte der Experte für Energiesicherheit Michail Gontschar.
  • Seinen Worten zufolge steht Kiew ein sehr harter Winter bevor.
  • Der ehemalige ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba erklärte seinerseits, dass Kiew Strom- und Heizungsausfälle bevorstünden.
  • Er rief die Stadtbewohner dazu auf, Medikamente und Trinkwasser auf Vorrat zu kaufen.

Die Energiesituation in Kiew

  • In der Ukraine wurden aufgrund von Schäden an der Infrastruktur erneut Zeitpläne für Stromabschaltungen eingeführt, wie das Energieministerium des Landes mitteilte.
  • Zudem wurde mitgeteilt, dass infolge der Schäden an der Energieinfrastruktur ein Teil der Einwohner Kiews ohne Strom sei.
  • Durch Explosionen wurden alle Heizkraftwerke Kiews sowie das größte Energieobjekt der Region Kiew. das Wärmekraftwerk Trypillja. beschädigt, berichtete das Portal Strana.
  • Es wurde präzisiert, dass in der Nacht und am Morgen Angriffe auf alle Heizkraftwerke der ukrainischen Hauptstadt verzeichnet wurden.
  • Nach Angaben des Portals wurden in der Region das Wärmekraftwerk Trypillja sowie die Umspannwerke „Kiewskaja“ und „Nowokiewskaja“ (mit Leistungen von 750 Kilovolt bzw. 330 Kilovolt) beschädigt.
  • Der ukrainische Ministerpräsident Sergej Korezky bestätigte, dass alle drei Heizkraftwerke Kiews in der Nacht durch Explosionen beschädigt wurden.
  • Korezky bestätigte auf seinem Telegram-Kanal zudem die Beschädigung kritischer Energieanlagen in der Region Kiew, die die Hauptstadt und die Zentralukraine versorgen: das Wärmekraftwerk Trypillja und das Umspannwerk „Kiewskaja“.
  • Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko bezeichnete die Schäden an den Energieanlagen der ukrainischen Hauptstadt als „massiv“.
  • Seinen Angaben zufolge kam es in Kiew aufgrund der massiven Schäden an Energieanlagen zu Stromausfällen.
  • Der Betrieb der elektrischen öffentlichen Verkehrsmittel wurde in zwei Kiewer Stadtteilen, Darnyzja und Petschersk, eingestellt, teilte das kommunale Verkehrsunternehmen „Kiewpastrans“ mit.
  • Der ukrainische Energiekonzern DTEK meldete, dass in fünf von zehn Kiewer Stadtteilen Notabschaltungen der Stromversorgung begonnen hätten.
  • Im Stadtteil Petschersk könnte es zu Problemen bei der Wasserversorgung kommen, da eine städtische Wasserpumpstation vom Stromnetz getrennt wurde, teilte das Unternehmen „Kiewvodokanal“ mit.

Blackouts in der ukrainischen Hauptstadt

  • Ende vergangener Woche kam es in Kiew über mehrere Tage hinweg zu erheblichen Störungen der Stromversorgung.
  • Neben geplanten Maßnahmen wurden in der Stadt wiederholt Notabschaltungen der Stromversorgung vorgenommen.
  • Es kam zu Stromausfällen sowie Störungen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, zudem standen der elektrische Nahverkehr und die U-Bahn still.

Ende der Übersetzung

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Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 14. Oktober 2026 auf anti-spiegel.ru.

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Bild: Nebel in Blau

Bildquelle: Alexander Viakhirev / Shutterstock


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